Agnostoskop

Die Wahrheit entdecken

Vielen Dank für das Interesse an meinem Projekt. Hier finden Sie einige weitere Informationen zur Klärung, die aufgrund der Art des Projektes nicht auf der Hauptwebseite (www.agnostoskop.de) aufgeführt sind.

Das Agnostoskop ist kein wissenschaftliches Gerät, sondern eine gesellschaftskritische interaktive Installation die aus Messwerten der gescannten Hand individuelle Mikroben künstlich generiert.

Die Arbeit soll auf Entwicklungen in unserer heutigen Gesellschaft aufmerksam machen. Dazu gehören z.B. Technikgläubigkeit oder das blinde Vertrauen in ein glaubhaft präsentiertes Produkt. Mit der Arbeit und der Auflösung des Fakes möchte ich zum kritischen Nachdenken und Hinterfragen unserer Umwelt anregen.

 

Warum ein Fake

Wir sind zum einen von so viel Technik umgeben die wir zwar verwenden, jedoch nicht gänzlich verstehen. Dies macht uns also technikgläubig - solange etwas funktioniert und plausibel klingt, wird nicht weiter nachgefragt.

Zum anderen ist in der heutigen, durch Medien geprägten Welt eine gute, glaubwürdige Präsentation (zum Verkauf) entscheidend. Werden bei der Präsentation verschiedene Faktoren wie eine wissenschaftliche Ausdrucksweise, eine professionelle äußerliche Erscheinung oder eine überzeugende Darbietung durch einen "Verkäufer" beachtet, steigt die Glaubwürdigkeit enorm und das Produkt wird leichter akzeptiert. Die Präsentation auf der Werkschau der HS Augsburg hat gezeigt, dass kaum jemand genauer nachfragt oder tiefgründigere Fragen stellt. Mit der Auflösung des Fakes möchte ich zum kritischen Nachdenken und Hinterfragen unserer Umwelt anregen.

Weitere Informationen und Hintergründe finden Sie in der Thesis zur Arbeit. Diese kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

 

Bezug zur Wissenschaft

Auch wenn das individuelle Bild der Mikroben nur mittels der Handgröße künstlich generiert wird, ist es inzwischen schon möglich anhand eines Handabdruckes Personen eindeutig zu identifizieren. Dieses sogenannte PalmScanning wird schon für große Konzerne als Sicherheitsverfahren erfolgreich angewandt. Die im Agnostoskop verwendete Infrarot-Technik ist die Basis für solche Verfahren: Das Hämoglobin im Blut wird durch die speziellen LEDs sichtbar und hebt sich deutlich schwarz von der restlichen, im Licht sehr hellen Hand ab. Venenmuster sind für jeden Menschen individuell und bleiben das ganze Leben hinweg unveränderlich. Dies macht sie schwer fälschbar und somit für biometrische Erkennungsverfahren besonders interessant.

Wissenschaftler haben inzwischen auch herausgefunden, dass jedes Individuum seine persönliche, individuelle "Mikrobenwolke" absondert und diese tatsächlich so charakteristisch ist, wie ein Fingerabdruck. Zwar war dies zum Entstehungszeitpunkt der Arbeit noch nicht bekannt, zeigt jedoch, dass in Wissenschaft noch längst nicht alles erforscht und noch vieles das undenkbar scheint, möglich ist.